Körnerpark
Neukölln auf Twitter Neukölln auf Facebook

Ausstellung: Louder, Taller, Uglier, Weirder - Von Unkraut lernen

« Zurück

27. Juni bis 7. Oktober 2026

Ausstellung: Louder, Taller, Uglier, Weirder – Von Unkraut lernen

Vernissage 26. Juni 2026 – 18:00 bis 22:00 Uhr

Begrüßung: Neuköllner Bezirkstadträtin für Bildung, Kultur und Sport – Yolanda Kaddu-Mulindwa, Galerieleiterin – Anaïs Senli, Lorena Juan, Sonia Fernández Pan, Sylvia Sadzinski, Kuratorinnen der Ausstellung

Performances

19:00 Eva-Fiore Kovacovsky – Wie schmeckt Photosynthese? / Wilder Eisladen
Aktivierung mit Sorbetverkostung aus gefrorenen Wildpflanzen

21:00 Uhr Sasha Amaya – Circe, still ready, 2026
Performance. Die Künstlerin Sasha Amaya nutzt in ihrer Performance Bilder aus Erzählungen und Malerei, um Spannungen zwischen Gleichgewicht und Störung sowie unsere Vorstellungen von Natur und Weiblichkeit zu untersuchen. Durch die Gegenüberstellung klassischer Bildsprache mit der Wirklichkeit und von Form mit dem Unvorhersehbaren entsteht ein Spiel aus Zufall, Bewertung, Humor, Schönheit und wechselhaften Perspektiven.


Das deutsche Wort Unkraut hat eine abwertende Konnotation – es bezeichnet Pflanzen, die als unerwünscht gelten und normalerweise entfernt werden. Doch viele dieser sogenannten „Beikräuter“ sind ökologisch wertvoll, ernähren Insekten, stärken den Boden und sind für den Menschen essbar oder sogar medizinisch wirksam. Unkraut erinnert uns daran, dass das, was außerhalb der konventionellen Ordnung liegt, oft Teil einer reichen und komplexen inneren Ökologie ist.

Unkraut tritt in der Ausstellung nicht nur als Studienobjekt oder Metapher auf, sondern auch als aktives Prinzip. Durch diverse, in ihrer Struktur oder Aussage widerspenstige künstlerische Positionen, wird die Frage aufgeworfen, wann etwas, eine Handlung oder ein Zustand „unkrautartig“, ist. Was bedeutet es, „Unkraut“ zu sein – zu verunsichern, zu durchdringen, zu überschreiten – innerhalb der Kunst, Institutionen, Sprache und des Alltagslebens? Unkraut zeigt, dass Störung nicht nur destruktiv, sondern auch generativ ist – sie löst starre Grenzen auf und eröffnet Raum für alternative Formen von Identität, Bedeutung und Praxis.

Louder, Taller, Uglier, Weirder – Learning from Weeds / Von Unkraut lernen ist ein kuratorisches Projekt, das sich intuitiv und unmittelbar von Unkraut inspirieren lässt. Es umfasst Veranstaltungen, die „Sprouts“ (Sprossen), sowie Ausstellungen, die in unterschiedlichen Rhythmen stattfinden.
Das Projekt erstreckt sich über fast ein Jahr. Es begann im Projektraum Xanadu in Neukölln, bevor im Herbst 2025 die erste Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien eröffnet wurde. Von diesem Ausgangspunkt aus treiben viele weitere Sprossen in der ganzen Stadt, begleitet von drei weiteren Ausstellungen in der Galerie im Turm in Friedrichshain, im Bärenzwinger in Mitte und in der Galerie im Körnerpark in Neukölln.

Das Projekt ist gefördert im Rahmen der Spartenoffenen Förderung der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Kuratiert von Anaïs Senli, Lorena Juan, Sonia Fernández Pan, Sylvia Sadzinski

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler

Kamal Aljafari, Nooshin Askari, Ella C Bernard, Xenia Bond, Zuzanna Czebatul, Martins Kohout, Ana María Millán, Anaïs Senli